VON: STT

Verabschiedung von Sr. M. Eugenia

Am 8.7.2009 wurde ein langjähriges Mitglied des Lehrkörpers der Praxishauptschule in einer gemeinsamen Feier in den Ruhestand verabschiedet. Sr. M. Eugenia Walser kann auf eine 47-jährige Lehrertätigkeit zurückblicken und tritt mit September dieses Jahres Ihren wohlverdienten Ruhestand an.

Neben den Schülerinnen, Lehrerinnen und Lehrern waren auch Vertreter des Mutterhauses, der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Edith Stein und ehemalige Leiter der Übungs- bzw. Praxishauptschule anwesend.

Generaloberin Dr. M. Gerlinde Kätzler würdigte in Ihrer Rede vor allem auch die Verdienste von Sr. M. Eugenia für den Orden.

Direktor Thomas Stecher ging in der Laudatio vor allem auf das umfangreiche Wirken im schulischen und sozialen Bereich ein und beschrieb die wichtigesten Stationen (Auszug siehe weiter unten) in Ihrer 47-jährigen Lehrertätigkeit.

Die Schülerinnen, Lehrerinnen und Lehrer verabschiedeten sich mit ganz persönlichen Beiträgen in Form von selbst komponierten bzw. getexteten Musikstücken und Liedern, Gedichten, Wünschen und kurzen Theaterstücken.

Ein kurzer Rückblick

Sr. M. Eugenia wurde am 18. Jänner 1939 als jüngstes von acht Kindern in Ischgl geboren und besuchte 8 Jahre lang die einklassige VS Vergröß/Ischgl.

Bereits im Alter von 16 Jahren zog es Sr. M. Eugenia nach Zams wo sie später dann auch in den Orden der Barmherzigen Schwester eintrat. 1962 beendete sie das Studium an der Lehrerinnenbildungsanstalt in Zams und trat ihren ersten Dienstposten in Vorarlberg an und zwar im Montafon an der VS Silbertal, wo sie auch gleich neben dem Schuldienst als Kantorin und Köchin in der Pfarre eingesetzt wurde!

Nach vier Jahren Tätigkeit im Silbertal kehrte Sr. M. Eugenia 1967 nach Zams zurück und unterrichtete ab diesem Zeitpunkt an der Übungshauptschule bzw. seit 2007 an der Praxishauptschule vorwiegend Deutsch, Geografie und Wirtschaftskunde und natürlich Religion. Sie war bis zum Jahr  2004 als Klassenvorständin tätig. Während ihrer aktiven Zeit haben auch sehr viele Studenten der pädagogischen Akademie ihre Praxis bei Sr. M. Eugenia absolviert!

Was Sr. M. Eugenia auszeichnet ist sicherlich ein besonderes Geschick im Umgang mit jungen Menschen. Man merkt dies auch an der Tatsache, dass Sie zu vielen ehemaligen Schülerinnen über die ganzen Jahre hin bis heute noch Kontakt hat und auch immer wieder Besuch von ihnen bekommt.

Neben Ihren Unterrichtsstunden hat Sr. M. Eugenia auch immer unentgeltlich die Lernzeit für die Mädchen ihrer Klasse betreut. Seit 1995 hat sie dann als Hortleiterin die Organisation des Hortes und der Lernzeiten übernommen. Sie wird diese Tätigkeit auch weiterhin noch wahrnehmen.

Über viele Jahre war und ist die Geehrte beim Stundenplanbau, in der Schülerberatung, bei der Organisation von Schulfeiern und Basaren, bei der Gestaltung der heiligen Messen, bei der Organisation von Spendenaktionen und bei der Bereitschaft, jederzeit für Supplierungen und Stundentausch zur Verfügung zu stehen, eine wertvolle Lehrerin und Kollegin für die Schulgemeinschaft!  Erwähnenswert sind auch Ihre Bemühungen rund um den sog. Dialog der Generationen. Aus einem Sozialprojekt heraus, das 1999 gestartet wurde, hat sich der sogenannte Seniorennachmittag entwickelt, der seit diesem Zeitpunkt jedes Jahr von Sr. M. Eugenia zusammen mit den Schülerinnen und den Lehrerinnen und Lehrern organisiert und durchgeführt wird.  Außerdem inszenierte Sr. M. Eugenia unzählige Theaterstücke zu den unterschiedlichen Anlässen während des Schuljahres (wie z. B. Elterntage, Seniorennachmittage, Verabschiedung der 4. Klassen, Faschingsfeiern, Adventfeiern  und sonstige Anlässe) und bewies dabei immer eine geschickte Hand, was die Auswahl der Schauspielerinnen betraf.

Sr. M. Eugenia war auch immer ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Mutterhaus und der Pädagogischen Akademie. Ihr diplomatisches Geschick war dabei immer eine große Hilfe und hat die eine oder andere Entwicklung erst ermöglicht oder zumindest beschleunigt!

Wir kennen die Schwester auch als fleißige Arbeiterin beim Herstellen von Allerheiligengestecken und sie betreibt außerdem eine kleine, geheime Kerzenfabrik, wo alle möglichen Formen gegossen und verziert werden, um mit dem Verkaufserlös den Missionsstationen oder den Straßenkindern in Südamerika zu helfen!

Ich möchte an dieser Stelle Sr. M. Eugenia für all Ihr Wirken, Ihren Einsatz, Ihre Kollegialität, Ihre Fürsorge für die Mädchen, die Lehrerinnen und Lehrer und die Erzieherinnen, für ihr Wohlwollen – einfach für ihre ganze Arbeit, auch im sozialen Bereich – ein ganz herzliches Vergelt’s Gott sagen. Ich wünsche Ihr vor allem Gesundheit und weiterhin Gottes Segen!

Thomas Stecher
Leiter der Praxisschule

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08-07-09 10:00