Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern

Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern

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Aktuelle Corona Situation in Peru

CORONA UND PERU (Bericht vom 20.5.2021)

Wie wir schon mehrfach berichteten, ist Peru ganz besonders von Corona betroffen. So war es unvermeidbar, dass auch unsere Schwestern Anfang Jänner von Corona betroffen waren.

Unsere 92-jährige Sr. Roswitha hat die Infektion leider nicht überlebt, hatte sie doch schon zuvor gesundheitliche Probleme.

Allen andern Schwestern geht es inzwischen wieder gut. In Lima haben die Schwestern das ganze vergangene Jahr und auch heuer immer wieder die Armenküchen in verschiedenen Armenvierteln mit Lebensmitteln versorgt und die letzten Wochen Sauerstoff gekauft und an Arme weitergegeben.

Die zweite Coronawelle hat inzwischen auch das Dorf Moro in aller Härte erreicht, sodass auf dem Friedhof inzwischen der Platz knapp wird. Eine Reihe unserer MitarbeiterInnen hat Corona getroffen und es war gar nicht einfach, z.B. die Küche, von der aus die alten Menschen und alle rundum versorgt werden, aufrecht zu erhalten oder die Landwirtschaft zu versorgen. Auch in Moro mussten die Gesunden unter den Mitarbeitern doppelte und dreifache Leistung erbringen. So rundet sich der Kreis – allen unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die in dieser Krise weit mehr getan haben, als normalerweise verlangt ist, sei ein großer Dank ausgesprochen!

Da unser Mädcheninternat schon seit Mitte März 2020 leer steht, weil kein Präsenzunterricht in der Schule stattfindet, hat sich die Anlage angeboten, hier eine Covidstation für Menschen einzurichten, die Absonderung, Pflege und Sauerstoff brauchen. Zunächst waren es unsere Angestellten.

Es ist ja meist so, dass Großfamilien über die Generationen hinweg in ein oder zwei Räumen zusammenleben, was eine Isolierung der Kranken unmöglich macht. So sind vier junge Schwestern von Lima nach Moro aufgebrochen, um dort zu helfen. Sr. Yomara ist Krankenschwester, hängt den Leuten die Infusionen an, misst Blutdruck und Sauerstoff… Sr. Deli hilft in der Küche, Sr. Celinda und Janeth, eine Therapeutin, sind in der Pflege und zum Putzen eingeteilt. Sr. Dina hält in Lima die Stellung und unterrichtet via Medien.

Das Mädcheninternat ist ebenerdig um einen Innenhof gebaut, je zwei Zimmer haben zusammen eine Nasszelle und insofern gut geeignet für die Pflege. Derzeit werden dort von unseren Schwestern zwanzig Covidkranke betreut – vom Kleinkind bis zum alten Mann und zur alten Frau. Die Menschen sind sehr dankbar. Wenn sie wieder gesund sind, bringen sie den Schwestern, was sie haben: ein paar Bananen, Äpfel, Avocados…

Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, Sauerstoff herzubekommen. Sr. Rebecca ist da sehr findig und kann gut organisieren.

Verschlechtert sich der Zustand eines Patienten, wird versucht, ihn in einem der Krankenhäuser in Chimbote unterzubringen – nicht immer gleich mit Erfolg und manchmal ist es dann schon zu spät. Eine Frau mit zwei kleinen Kindern ist da. Der 29-jährige Vater wurde von Sr. Rebecca nach Chimbote gebracht auf die Intensivstation.

Es ist aber auch so, dass einzelne alte Menschen sagen: Bitte lasst mich bei euch sterben. Ich will nicht in ein Krankenhaus. Manche dieser alten Menschen sind sehr einsam, haben niemand, sodass die Schwestern auch für den Sarg aufkommen und für die Beerdigung sorgen müssen.

Spendenkonto: Kongregation der Barmherzigen Schwestern. AT 13 4239 0005 3000 1004 VBOEATWWINN Verwendungszweck „Sauerstoff“

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