Tag des geweihten Lebens
In der feierlichen Vesper gab uns Toni Witwer SJ, neuer Rektor des Jesuitenkollegs, mit seiner Predigt wertvolle Impulse für unseren geistlichen Weg. Es gehe in der Berufung darum, „Menschen zu sein, die mit den anderen in ihrer Schwachheit mitfühlen“. Das gelte, so Witwer, weil Jesus selbst „mit uns mitfühlt – mit unserer Schwachheit“.
Der Prediger erinnerte daran, dass wir nicht nur mit unserer eigenen Begrenztheit zu Christus kommen dürfen. Ordensleben bedeute immer auch Sendung: „Wir sind Mitarbeiter für ihn.“
Anhand der biblischen Versuchungsgeschichte zeigte Witwer auf, dass auch Jesus Schwachheit erlebt habe: „Auch er hat unsere Schwachheit erlebt.“ Versuchung bedeute letztlich, „in sich selbst stehen bleiben – Egoismus, Sorge um sich selbst“. Diese Erfahrung kenne Jesus, auch wenn er „nicht gesündigt“ habe.
Im Anschluss an das Gebet lud die Diözesankonferenz zur Agape in den Abt-Schuler-Saal ein. Die Begegnungen und Gespräche boten Raum, die geistlichen Impulse der Feier zu vertiefen und Gemeinschaft zu pflegen.
Ein herzliches Vergelt’s Gott an das Stift Wilten für die Gastfreundschaft!
Der Tag wurde 1997 von Papst Joh. Paul II. zu „Mariä Lichtmess“ eingeführt und setzt jedes Jahr ein Zeichen der Wertschätzung für das Wirken der Orden und geistlichen Gemeinschaften.